Kyffhäuserdenkmal

   Wandern in Thüringen, dem grünen Herzen Deutschlands

   Durch Kyffhäuser, Hohe Schrecke, Hainleite und Windleite auf Barbarossaweg, Hainleiteweg und Kyffhäuserweg



Wandern in der Hohen Schrecke

Die Hohe Schrecke ist Teil eines Waldbandes, welches sich über Kyffhäuser, Hainleite bis hin zum Nationalpark Hainich erstreckt und das Thüringer Becken nach Norden hin begrenzt.

Über gut 7000 ha zieht sich der bewaldete Höhenzug über die Grenze der Landkreise Kyffhäuser und Sömmerda im Norden Thüringens hinweg. Mit knapp 370 m ü NN ist der Wetzelshain die höchste Erhebung der Region. Gemächliche Höhenunterschiede laden hier zum genussvollen Wandern mit fantastischen Ausblicken in die Unstrutaue auf der einen und das Thüringer Becken auf der anderen Seite ein.

Die zentrale Lage zwischen Nebra, dem Fundort der geheimnisvollen Himmelsscheibe, und dem mächtigen Kyffhäuser ist ideal für vielfältige Ausflüge.


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Erreichbarkeit

Mit der durchgängigen Fertigstellung der Autobahn A 71 wird die Hohe Schrecke zeitnah sehr gut zu erreichen sein. Ab Leipzig und Halle: über die A 38 Richtung Göttingen bis AS Sangerhausen Süd und weiter über die B86 in Richtung Artern bis in die Hohe Schrecke, z.B. Heldrungen, Reinsdorf und weitere.

Ab Erfurt: über die A 71 Richtung Sömmerda/Sangerhausen, Abzweig Sömmerda-Süd bis zur AS Heldrungen. Von da aus direkte Anbindung in die Hohe Schrecke, z.B. Braunsroda, Heldrungen und weitere. (teilweise verläuft die Route über die B 176 und B 85; hierbei einfach der Ausschilderung Richtung A 71 Sangerhausen weiter folgen).

Landschaft

Die am Nordostrand des Thüringer Beckens gelegene Region der Hohen Schrecke wird durch Buntsandstein geprägt und ist im Wesentlichen von ausgedehnten Laubmischwäldern bestanden. Aber auch lichte Eichenwäldern, Streuobstwiesen, Gebüschzonen und artenreichen Trocken- und Halbtrockenrasen bestimmen die Landschaft.

Durch eine besonders extensive Bewirtschaftung und die langjährige Nutzung als militärisches Sperrgebiet hat sich ein sehr spezieller, teils urwaldähnliche Waldlebensräume entwickelt.

Bedeutung erlangt das Gebiet momentan durch das gleichnamige Naturschutzgroßprojekt Hohe Schrecke. Mit dem Naturschutzgroßprojekt soll der Wert des Waldes für die kommenden Generationen bewahrt werden - durch ein Miteinander von ungenutzten und naturnah genutzten Flächen. Auf knapp 2.000 Hektar wird sich der Wald zukünftig ohne Zutun des Menschen entwickeln (Prozessschutz), auf den verbleibenden 5.000 Hektar wird eine besonders naturverträgliche Forstwirtschaft betrieben. Ziele ist es, naturnahe Forstwirtschaft, Tourismus und Naturschutz mit einander in Einklang zu bringen, und dabei eine hohe Erlebbarkeit der Region zu gewährleisten.

Natur

Flora und Fauna der Hohen Schrecke zeichnen sich durch eine große Zahl seltener und gefährdeter Arten aus. So kommen u. a. Orchideen wie Bienen-Ragwurz und Dreizähniges Knabenkraut, oder Fledermausarten (z. B. Mops- und Bechsteinfledermaus, Mausohr, Kleine Hufeisennase) vor.

In den Sommermonaten kann man die weißen Blüten der Aufrechten Waldrebe (Clematis recta) finden. Es soll der einzige Fundort dieser Art in ganz Thüringen sein. Es gibt sogar Bestände der Echten Schwarzwurzel (Scorzonera hispanica) oder des Rauhaarigen Alant (Inula hirta).

Eine Besonderheit aus dem Tierreich sind die sogenannten Urwaldreliktarten: Käfer die nur im Holz sehr alter Bäume vorkommen. Allein neun dieser außergewöhnlich seltenen Arten konnten in der Hohen Schrecke nachgewiesen werden - ein Spitzenwert für Thüringen.

Fledermaus Orchidee
Fledermaus Orchidee

Touristische Höhepunkte

In der Kulturlandschaft in und um die Hohe Schrecke finden sich zahlreiche historische Anlagen, die von einer Jahrtausende alten Vergangenheit zeugen. So zum Beispiel die Wasserburg in Heldrungen, das Schloss Beichlingen, das Schloss Wiehe oder das Schloss Münchhausen in Nausitz. Daneben gibt es auch beeindruckende Gegenwartsattraktionen zu bestaunen wie etwa eine der größten ganzjährig geöffneten Modellbahnanlagen Deutschlands in Wiehe. Ein Erlebnis, nicht nur zum Einkaufen der Bauernmarkt in Braunsroda.

Wasserburg Heldrungen „Kultur mit Pfiff – Modellbahn Wiehe“
Wasserburg Heldrungen Kultur mit Pfiff – Modellbahn Wiehe
Denkmal Gutshaus Braunsroda. Mehr dazu und Infos zum Bauernmarkt und Wanderungen:
Braunsroda
Von April bis November: Jeden ersten Samstag im Monat Bauernmarkt mit Unterhaltung.
Gutshaus Braunsroda Bauernmarkt Braunsroda
Wandern in der Hohen Schrecke

Zahlreiche Wege führen durch die Hohe Schrecke. Im Rahmen des Naturschutzgroßprojekts Hohe Schrecke werden die Wanderwege gerade auf den Prüfstand gestellt. Ziel ist es, die Beschilderung in der Region im Laufe des Jahres 2013 zu entwirren, zu vereinheitlichen und neu geordnet zu installieren. Dann werden hier auf dieser Internetseite auch die Wanderwege entsprechend beschrieben werden.

Wandertipps

Unabhängig von der in Vorbereitung befindlichen Ausschilderung des Wandernetzes, kann man natürlich schon durch bzw. über die Hohe Schrecke wandern. Hier Routen, die als GPS-Tracks vorliegen:

. Bitte beachten, es sind keine offiziellen Wanderrouten.

Radwandern

Ob durch das Gebiet der Hochen Schrecke auch Radwanderwage gehen werden, ist noch nicht bekannt. Hier Routen, die als GPS-Tracks vorliegen:

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