Kyffhäuserdenkmal

   Wandern in Thüringen, dem grünen Herzen Deutschlands

   Durch Kyffhäuser, Hohe Schrecke, Hainleite und Windleite auf Barbarossaweg, Hainleiteweg und Kyffhäuserweg



Tipps für die Vorbereitung von Radwandertouren

Radwandern bedarf doch einer kleine Vorbereitung, wenn es wirklich ein Erfolg und erholsam sein soll. Deshalb hier ein Paar Tipps für die Vorbereitung:

Das Fahrrad

Was man führ ein Fahrrad hat, ist nicht mal das Entscheidende. Wenn man sich die richtige Strecke und Sreckenlänge aussucht, geht es sogar mit einem Klappfahrrad. Auch die Frage Gangschaltung oder nicht, hängt nur von der ausgesuchten Strecke ab. Sicher hat man mit einem Fahrrad, welches eine 27_Gangschaltung hat, bessere Möglichkeiten.

Dabei spielt natürlich der Geldbeutel eine Rolle, denn bei einem Fahrrad sind heutzutage ja wenig Grenzen nach oben gesetzt. Man kann sehr viel Geld für einen qualitativ hochwertigen Drahtesel ausgeben. Ob man ein brandneues Fahrrad, ein gebrauchtes oder ein geliehenes fährt Die in meiner Seite Radwanderwege beschriebenen Touren habe ich alle mit einem Knabenfahrrad (26er-Rahmen Typ Möve aus DDR-Zeiten) und mit einem Damentourenrad mit 3-Gang-Nabenschaltung wiederholt. Je hochwertiger das Fahrrad (Sattel, Federung), umso entspannter das Radwandern.
Auf das sollte man aber achten:

  • Das Fahrrad muss gut gewartet sein, damit nicht nach 2 Kilometern die ersten Defekte auftreten, weil das Rad seit Jahren kein Öl mehr gesehen hat, und die Kette nicht gespannt war.

  • Das Fahrrad muss gut gewartet sein, damit nicht nach 2 Kilometern die ersten Defekte auftreten, weil das Rad seit Jahren kein Öl mehr gesehen hat, und die Kette nicht gespannt war.

  • Das das Rad in einem verkehrssicheren Zustand sein sollte, halte ich für selbstverständlich. Achten Sie aber auf gute Beleuchtung, damit Sie auch, wenn Sie mal die Dunkelheit überrascht, gut nach Hause finden.

  • Bei Antritt der Fahrt unbedingt prüfen, ob Fahrradschloss, Ersatzschlauch, Luftpumpe, Flickzeug und etwas Werkzeug vorhanden ist. Bei längeren Touren sollte auch eine Taschenlampe dabei sein, um eventuell auch in der Dunkelheit eine kleine Reparatur durchführen zu können.

  • Leiht man sich ein Fahrrad aus, nehmen Sie sich die Zeit, das der Verleiher Ihnen das Rad richtig einstellt, ganz besonders die Lenker- und Sattelhöhe. Es soll ja entspannen und nicht den Rücken quälen.

  • Trinkflasche am Rad, damit man nicht jedes Mal gleich anhalten und kramen muss.

  • Der Sattel sollte einigermaßen bequem sein, wobei jeder etwas anderes unter „bequem“ versteht. Wenn man sich ein Fahrrad ausleiht, ruhig etwas länger fahren und Sattel (aber auch das Fahrrad an sich) ausprobieren.

  • Nicht unbedingt nötig, aber für längere Fahrten ganz angenehm: eine Fahrradtasche am Lenker, in die auch regendicht die Fahrradkarte eingepackt werden kann.

  • Wichtig ist ein ordentlicher Ständer, gerade wenn man Gepäck oder viel Ausrüstung dabei hat. Schließlich möchte man nicht, dass das Fahrrad mitsamt Fahrradtaschen umfällt.


Wer öfter als Radwanderer unterwegs ist, wird sehr schnell merken, dass wasserdichte Packtaschen direkt am Fahrrad besser sind, als alle Sachen im Rucksack zu transportieren.

Sonstige notwendige Ausrüstung

Es gibt noch einige Sachen, die man unbedingt einstecken, bzw. dabei haben sollte:

  • Auf den Kopf gehört ein Fahrradhelm.

  • Eine gute Wanderkarte der Region sollte immer mit dabei sein. So viel Platz muss sein.

  • Hat man keine Packtasche am Rad, sollte es wenigstens ein guter Rucksack sein. Baumelnde Beutel aum Lenker hindern nicht nur, sondern stellen meist so gar eine Gefahr da.


Radwanderkleidung

Radwandern kann vor allem im Sommer eine schweißtreibende Angelegenheit sein. Auch wenn die Höhenunterschiede in Kyffhäuser, Hain- und Windleite nicht mit den Alpen mithalten können, muss man doch sagen, dass es bei fast allen Wegen ein ständiges auf und ab gibt. Deshalb sollte man sich (beim Radwandern in den Hochgebirgen Pflicht) nach dem Zwiebelschalen - Look anziehen. Auch bei Radwanderungen im Mittelgebirge sollte man auf Funktionskleidung nicht verzichten. Das heißt, auftretender Schweiß muss durch richtige Unterwäsche und atmungsaktive Kleidung gut von der der Haut weggeführt werden. Die Mitnahme einer wind- und regendichten Jacke sollte auch im Mittelgebirge eine Selbstverständlichkeit sein.

Wer später auch mal Touren in der Übergangszeit macht oder im Winter unterwegs ist, sollte unbedingt solche Sachen wie Handschuhe, Sonnenbrille, Sonnenschutzmittel und einmal Unterwäsche zum Wechseln im Rucksack verstauen. Bei Kälte im Winter ist eine Mütze, die unter den Helm passt und die auch die Ohren gegen Erfrierungen schützt, sehr sinnvoll. Spätestens jetzt sollte es Klick machen, damit der Rucksack nicht zu klein ausfällt.
Tipp: Nach schwerem Anstieg erst die Unterwäsche wechseln, und dann sich in die Sonne setzen. Man unterschätzt leicht den ständigen Wind, der in der Höhe weht, und einen stark auskühlen lässt.

Proviant

Wandern kann eine erhebliche Langzeitbelastung darstellen. Gerade im Gebiet der Windleite sind Bauden und Gaststätten am Wegesrand eine Seltenheit. Also gilt es Vollkornbrot, etwas Käse Tomaten und Möhren den Kohlenhydratspeicher wieder aufzufüllen. Auch Müsliriegel und Trockenobst sind recht geeignet. Und ein oder zwei Äpfel pro Person sollten immer dabei sein. An vielen Wegen im Gebiet der Hainleite stehen wilde Pflaumenbäume am Wegesrand, da kann man im September / Oktober mal so richtig zuschlagen.
Noch wichtiger allerdings sind die Getränke. Pro Person sollte die Mindestmenge von einem Liter auf keinem Fall unterschritten werden. Besser sind allerdings 2 Liter, zumindest im Sommer. Ungesüßter nicht zu starker Tee und Saftschorlen sind geeignet. Mineralwasser schmeckt meistens nicht so gut, weil es (gerade im Sommer) oft zu warm ist.

Schon aus Gewichtsgründen, aber auch wegen der Bruchgefahr, sollte man keine Glasflaschen verwenden.

Mobilfunk

Man kann die Handys verteufeln, wie man will, aber beim Rawandern sind sie eine sehr nützliche Sicherheitshilfe. Man kann nicht nur bei Hochgebirgstouren verunglücken, sondern auch im scheinbar niedrigen Mittelgebirge oder auf dem flachen Land vom Fahrrad fallen. Und die Gefahr ist am Größten, wenn man auf Touren unterwegs ist, die in der Regel wenig begangen sind. Ob die Wege dabei flach sind spielt die untergeordnetste Rolle, denn unglücklich sich versteuern kann man überall.

Die Netzabdeckung in Hainleite, Windleite und Kyffhäuser ist sehr gut. Es gab nur wenige Stellen, an denen das Netz nicht erreichbar war. Obwohl ich einräumen muss, nun nicht ständig danach geschaut zu haben, aber bei Stichproben hatte ich fast immer Netzkontakt.

Kindersitze

Kinder gehören auf einen richtigen Kindersitz, oder einen geprüften Anhänger. Ich hoffe Sie zählen nicht zu denen, die meinen, ein Kissen auf dem Gepäckträger reicht.

Sonstige wichtige Utensilien - Erste Hilfe-Set

Was man sonst so auf eine Radwanderung mitnehmen sollte, hängt auch von der persönlichen Konstitution ab. Wer ohne Brille kaum etwas sieht, sollte immer eine Ersatzbrille im Rucksack haben. Wer mit Kindern unterwegs ist, sollte auch an kleines Spielzeug denken, damit die Kinder bei Pausen sich auch beschäftigen können.

Man erhöht die Motivation der Kinder, wenn man sie mit „Wanderutensilien“ ausstattet. Das kann ein kleines Fernrohr sein, ein Lupenglas, ein Block mit Stift für Notizen. Das kann auch ein eigener Rucksack sein, der gut sitzen und leicht sein sollte. Einen guten Kinderrucksack findet man im Online Shop von rucksack.de. Hier sind auch bekannte Marken wie Deuter oder Jack Wolfskin vertreten, die nicht nur durch trendige Farben auffallen, sondern auch rückenschonend sind.

Was neben einer Wanderkarte aber auf keinen Fall fehlen sollte, ist ein:
Erste Hilfe-Set:

  • Heftpflaster
  • Blasenpflaster
  • Wundinfektionsmittel
  • sterile Wundauflage
  • Großes und kleines Verbandspäckchen
  • Dreieckstuch
  • eine Rolle Tape
  • Einmalhandschuhe
  • Rettungsdecke aus Alufolie
  • Schmerzmittel
  • Persönliche wichtige Medikamente. Ich denke hier an die Insektenstichallergiker und die Asthmatiker, um nur 2 Beispiele zu nennen.

Verhaltensregeln beim Radwandern

Sicher gibt es gibt es bei Radwanderungen oder gar Mountainbikingtouren im Hochgebirge größere Gefahren zu bedenken, als bei Radwandern im Flachland oder dem Mittelgebirgen. Aber wenn ich ohne Wanderkarte und Handy im Flachland auf einem wenig begangenem Weg unterwegs bin und mir wegen mangelnder Aufmerksamkeit eine Fuß breche, kann es durchaus problematisch werden. Deshalb von mir ein paar Tipps, was man beachten sollte:

  • Tourenplanung:
    Je höher eine Tour in die Berge geht, oder an Länge zu nimmt, um so genauer muss so eine Tour geplant werden. Mit 12 bis 15 Kilometern je Stunde in welligem Gelände sollte man schon einplanen. Und immer an eine Zeitreserve denken. Und bei allen Radwandertouren beachten: Ich muss auch wieder zurück, wenn der gewählte Weg kein Rundweg ist. Dabei sollte man schon vorher Fahrpläne studieren, wenn man mit dem Zug zurück will.

  • Training:
    Nicht lächeln. Sobald die Wege etwas länger werden oder gar hoch hinauf gehen sollen, muss man sich schon etwas vorbereiten. Selbst wenn man denkt, man ist gut in Form, nicht gleich am ersten oder zweiten Urlaubstag eine Bergtour mit 2.000 Höhenmetern oder gleich eine Radwanderung 100 Kilometer Rundweg durchführen. Im günstigen Fall endet es zwar nur in einem fürchterlichen Muskelkater. Aber der kann den Urlaub schon schön vermiesen. Also sich immer erst an die höheren Belastungen herantasten.
    Wer bisher sportlich eher passiv war, und gar in die Berge und oder ins Hochgebirge will, sollte in jedem Fall sich schon zu Hause vorbereiten. Rad fahren in ansteigendem Gelände, Treppen steigen und Übungen auf dem Stepper sind die richtige Vorbereitung, damit man Kraft und Ausdauer in die Oberschenkel bekommt.

  • Informationen sammeln:
    Wanderliteratur zum vorgesehenen Gebiet sammeln. Wanderkarten studieren, um etwas über Länge und Höhenprofil heraus zubekommen, usw., bis hin zur Suche im Internet. Es ist immer günstig zu wissen, gibt es am Wegesrand Gaststätten oder Berghütten und wie sind die Öffnungszeiten.

  • Wetterbericht:
    Man sollte schon mal schauen, wie wird denn das Wetter werden. Beim Mountainbiking in den Bergen können Fehleinschätzungen (Gewitter, Kälteeinbruch oder Schneesturm) lebensgefährlich sein. Hier ruhig auch mal die Einheimischen befragen.

  • Anfänger:
    Anfänger sollten möglichst erst mal Erfahrungen im flachen Gelände sammeln. Gut sind da Wege entlang von Flüssen oder Seen. Die Berge sollte man sich später vornehmen.

  • Richtig belasten:
    Es soll eine Radwanderen sein, und kein Radrennen. Bedenken Sie das immer. Beim Fahren in den Bergen immer rechtzeitig mit den kleinen Gängen fahren, das schont die Knie.
    Tageslänge beim normalen Radwandern sollten 40 bis 50 km sein, denn man will ja etwas besichtigen und auch die Natur genissen.

  • Früh aufbrechen!
    Das Sprichwort: "Früher Vogel fängt den Wurm" trifft auch auf das Wandern zu. Und es wandert sich in der Mittagshitze nun mal nicht so schön. Man sagt zwar, der Herbst und der Frühling sind die schönste Wanderzeit, aber häufig hat man das Problem, dass es nur 6 Stunden so richtig hell ist. Und im Dunklen durch den Wald gehen, oder gar vom Berge absteigen (kann lebensgefährlich sein) ist auch nicht gerade schön.

  • Pausen einlegen:
    Erfahrungen aus der Arbeitsmedizin besagen, Pausen sollten vor einem zu erwartenden Leistungstief liegen, damit sie auch wirklich erholsam sind. Rechtzeitig und öfter schon vorbeugend eine Pause machen, und nicht erst, wenn Sie kaum noch krauchen können. Auch wenn es keine schweren Anstiege gab, sollte man nach 2 Stunden schon mal eine erste Rast einlegen. Rechtzeitige Pausen vermindern das Risiko von Stürzen, insbesondere beim Mountainbiking.

  • Umkehr einplanen:
    Nie seine Kräfte überschätzen und lieber zur Not auf bekanntem Weg umkehren (da weiß man, wo man war) als auf Biegen und Brechen vielleicht noch bei einem Wetterumsturz ins Ungewisse laufen. Gerade deshalb sind ausreichend genaue Wanderkarten so wichtig.

  • An Proviant denken:
    Zu Proviant und Getränken hatte ich mich geäußert. Da gibt es nichts zu ergänzen.

  • Nachricht hinterlassen:
    Bei Radwanderungen in unbekanntes Gebiet, auf hohe Berge oder in wenig befahrene Gebiete sollte man immer bei Freunden, Bekannten, Wirtsleuten usw. hinterlassen, wohin denn die Radwandertour geht. Bei Einzelgängern ist es eigentlich schon Pflicht. Denn selbst in Kyffhäuser, Hain- und Windleite bin ich doch schon an Stellen gekommen, bei denen man bei einem Sturz nicht so schnell Hilfe erwarten kann. Zum Beispiel der recht steile Abstieg von der Haardt auf dem Windleiteweg zum Hammatal hinab. Und nicht denken, ich habe ja mein Handy, um Hilfe zu holen. Gerade wenn einem etwas passiert, hat man vergessen das Handy aufzuladen.

  • Beachten Sie in allen Wäldern und deren Randgebieten die Zeckengefahr! Also möglichst nicht ungeschützt sich im Gras ausruhen. Mehr Infos hier:
    Zu den Tipps bei Zecken (Seite öffnet im separaten Fenster)



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Ich hoffe, Sie nicht zu sehr erschreckt zu haben, aber je länger eine Wanderung dauern könnte, umso sorgsamer sollte man vorgehen. Für das Radfahren in der kalten Jahreszeit, besonders im Winter, habe ich für Sie Tipps zum Radwandern im Winter zusammengestellt.



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