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   Wandern in Thüringen, dem grünen Herzen Deutschlands

   Durch Kyffhäuser, Hohe Schrecke, Hainleite und Windleite auf Barbarossaweg, Hainleiteweg und Kyffhäuserweg



Planung von Wanderungen und Verhaltensregeln   Zurück

 

Planung

Wenn Sie denken, dass in den nicht so hohen Bergen des Kyffhäusers, der Hainleite und der Windleite keine Gefahren lauern, dann sind Sie auf dem Holzweg. Gerade in der Unterschätzung liegt die Gefahr. Hier ein paar Tipps für die Planung und das Verhalten bei Wanderungen.



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Sicher gibt es gibt es Wanderungen im Hochgebirge größere Gefahren zu bedenken, als bei Wanderungen im Flachland oder dem Mittelgebirgen. Aber wenn ich ohne Wanderkarte und Handy im Flachland auf einem wenig begangenem Weg unterwegs bin und mir wegen mangelnder Aufmerksamkeit eine Fuß breche, kann es durchaus problematisch werden. Deshalb von mir ein paar Tipps, was man beachten sollte:

  • Tourenplanung:
    Je höher eine Tour in die Berge geht, oder an Länge zu nimmt, um so genauer muss so eine Tour geplant werden. Mit 4 bis 5 Kilometern je Stunde in welligem Gelände oder 400 bis 500 Höhenmeter in der Stunde sollte man schon einplanen. Und immer an eine Zeitreserve denken. Und bei allen Wandertouren beachten: Ich muss auch wieder zurück, wenn der gewählte Weg kein Rundweg ist. Dabei sollte man schon vorher Fahrpläne studieren. Gerade beim Bergwandern auf die letzte Bergfahrt dar Seilbahn achten.

  • Training:
    Nicht lächeln. Sobald die Wege etwas länger werden oder gar hoch hinauf gehen sollen, muss man sich schon etwas vorbereiten. Selbst wenn man denkt, man ist gut in Form, nicht gleich am ersten oder zweiten Urlaubstag eine Bergtour mit 2.000 Höhenmetern oder gleich eine Wanderung 30 Kilometer Rundweg durchführen. Im günstigen Fall endet es zwar nur in einem fürchterlichen Muskelkater. Aber der kann den Urlaub schon schön vermiesen. Also sich immer erst an die höheren Belastungen herantasten.
    Wer bisher sportlich eher passiv war, und gar in die Berge und oder ins Hochgebirge will, sollte in jedem Fall sich schon zu Hause vorbereiten. Rad fahren in ansteigendem Gelände, Treppen steigen und Übungen auf dem Stepper sind die richtige Vorbereitung, damit man Kraft und Ausdauer in die Oberschenkel bekommt.

  • Informationen sammeln:
    Wanderliteratur zum vorgesehenen Gebiet sammeln. Wanderkarten studieren, um etwas über Länge und Höhenprofil heraus zubekommen, usw., bis hin zur Suche im Internet. Es ist immer günstig zu wissen, gibt es am Wegesrand Gaststätten oder Berghütten und wie sind die Öffnungszeiten.

  • Wetterbericht:
    Man sollte schon mal schauen, wie wird denn das Wetter werden. Beim Bergwandern können Fehleinschätzungen (Gewitter, Kälteeinbruch oder Schneesturm) lebensgefährlich sein. Hier ruhig auch mal die Einheimischen befragen.

  • Früh aufbrechen!
    Das Sprichwort: "Früher Vogel fängt den Wurm" trifft auch auf das Wandern zu. Und es wandert sich in der Mittagshitze nun mal nicht so schön. Man sagt zwar, der Herbst und der Frühling sind die schönste Wanderzeit, aber häufig hat man das Problem, dass es nur 6 Stunden so richtig hell ist. Und im Dunklen durch den Wald gehen, oder gar vom Berge absteigen (kann lebensgefährlich sein) ist auch nicht gerade schön.

  • Pausen einlegen:
    Erfahrungen aus der Arbeitsmedizin besagen, Pausen sollten vor einem zu erwartenden Leistungstief liegen, damit sie auch wirklich erholsam sind. Rechtzeitig und öfter schon vorbeugend eine Pause machen, und nicht erst, wenn Sie kaum noch krauchen können. Auch wenn es keine schweren Anstiege gab, sollte man nach 2 Stunden schon mal eine erste Rast einlegen. Rechtzeitige Pausen vermindern das Risiko von Stürzen, insbesondere beim Bergwandern.

  • Umkehr einplanen:
    Nie seine Kräfte überschätzen und lieber zur Not auf bekanntem Weg umkehren (da weiß man, wo man war) als auf Biegen und Brechen vielleicht noch bei einem Wetterumsturz ins Ungewisse laufen. Gerade deshalb sind ausreichend genaue Wanderkarten so wichtig.

  • An Proviant denken:
    Zu Proviant und Getränken hatte ich mich geäußert. Da gibt es nichts zu ergänzen.

  • Nachricht hinterlassen:
    Bei Wanderungen in unbekanntes Gebiet, auf hohe Berge oder in wenig begangene Gebiete sollte man immer bei Freunden, Bekannten, Wirtsleuten usw. hinterlassen, wohin denn die Wandertour geht. Bei Einzelgängern ist es eigentlich schon Pflicht. Denn selbst in Kyffhäuser, Hain- und Windleite bin ich doch schon an Stellen gekommen, bei denen man bei einem Sturz nicht so schnell Hilfe erwarten kann. Zum Beispiel der recht steile Abstieg von der Haardt auf dem Windleiteweg zum Hammatal hinab. Und nicht denken, ich habe ja mein Handy, um Hilfe zu holen. Gerade wenn einem etwas passiert, hat man vergessen das Handy aufzuladen.

  • Beachten Sie in allen Wäldern und deren Randgebieten die Zeckengefahr! Mehr Infos hier:
    Zu den Tipps bei Zecken (Seite öffnet im separaten Fenster)



Rundwanderwege

Einen ganz besonderen Reiz haben Rundwanderwege, wer etwas flexibel ist und nicht unbedingt im eigenen Bett schlafen muss, wird sich an der mehrtätigen Bewegung in der Natur erfreuen. Das sollten Sie beachten, damit aus Ihrer Wanderung eine unvergessliche Rundreise wird: Sie sollten richtig fit sein. Es ist eines, einen Tag zu wandern und am nächsten Tag eine Pause zu haben. Wenn Sie aber am Tag danach mit schmerzenden Oberschenkeln weiter müssen, kann die mehrtägige Wanderung leicht zur Qual werden.

Beachten Sie auch, dass Sie mehr Gepäck dabei haben müssen: Unterwäsche und Socken zum mehrmaligen Wechseln sind ein Muss. Ansonsten sollten Sie eher weniger statt mehr mitnehmen. Zur Ausrüstung habe ich mich bereits geäußert.

Wichtig ist auch, dass die Tagesetappen nicht zu lang sind, lassen Sie lieber etwas Luft und genießen dafür noch ein paar Stunden in der Sonne. Doch meistens sind die Etappen der Rundwanderwege schon durch die Unterkünfte vorgegeben. Schauen Sie sich die Routen genau an und schätzen Sie realistisch ab, ob Sie die angegebenen Kilometer schaffen. Wenn Sie das alles beachten, werden Sie sehen, dass die schönsten Plätze kein Vergleich zu ihrer Wanderung in der freien Natur sind.

Verhaltensregeln

Eigentlich sind es Selbstverständlichkeiten, aber oft wird aus purer Ignoranz manches falsch gemacht:

  • Sie möchten in einem sauberen Umfeld wandern? Dann hinterlassen Sie nicht Ihren Unrat in der Natur, sondern stecken sich schon vorher eine Abfalltüte ein.

  • Eine achtlos weggeworfene Glasflasche hat schon manchen Waldbrand verursacht. Glasflaschen wirken oft wie ein Brennglas (Linse)! Es könnte sein, dass Sie sogar noch im Walde sind. Und Sie wissen ja: Glas verrottet nicht und die Scherben können auch viele Tiere verletzen.

  • Viele Leute unterschätzen die Gefahr von weggeworfenen Plastiktüten. Es sind schon viele Tiere verendet, die diese Tüten mitgefressen haben.

  • Wenn Sie nicht gerade unmittelbar nach einem Regen wandern, sollten in allen Wäldern die Zigaretten aus sein. Die paar Bäume sollen durch Unachtsamkeit nicht auch noch abgefackelt werden.

  • Jedes Tier und jede Pflanze erfüllt ihren Zweck in der Natur. Auch wenn Sie nicht in Natur- oder Landschaftsschutzgebieten wandern: Wenn man eine Schnecke im Salatbeet killt habe ich schon Verständnis, aber eine Schnecke die sich im Wald an einem Pilz vergreift, sollte man gewähren lassen. Auch Pflanzen sollte man nicht sinnlos umtreten, denn auch der Giftpilz erfüllt seinen Zweck in der Natur. Auch wenn er für uns giftig ist, viele Tiere vertragen aber das Pilzgift.

  • Sicher kann man mal durch den Wald stromern. Trotzdem sollte man die Wege nicht unnütz verlassen. Wenn es jeder macht, wird viel zertrampelt.

  • Mit Kraftfahrzeugen in den Wald sollte man nur auf zugelassenen Wegen.

  • Parken im Wald kann gefährlich werden. Es sind schon viele Brände entstanden, weil heiße Katalysatoren das darunter liegende Gras entzündet haben.

  • Wenn Sie das Parken im Wald schon nicht lassen können, dann blockieren Sie nicht die Waldwege. Es könnte ja auch eine Feuerwehr oder ein Notarztwagen in den Wald müssen.



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Hundewandern

Nehmen Sie doch auf Ihre Wanderung Ihren Hund mit. Es wird für Sie und Ihren Vierbeiner ein tolles Erlebnis. Man schaut sich ganz anders die Gegend an. Bevor Sie losziehen, müssen Sie natürlich einiges beachten. Informieren Sie sich im Vorfeld, ob im Wandergebiet Leinen- oder Maulkorbpflicht herrscht. In Thüringen müssen Hunde im Wald ganzjährig an die Leine. Das Gepäck wird etwas umfangreicher, schließlich benötigt auch das Tier Futter und Wasser.

Außerdem sollte die Reiseapotheke mit Medikamenten und Utensilien wie einer Zeckenzange für den Hund aufgestockt werden. Nehmen Sie genug Hundekottüten mit. Wenn Sie in steinigem Gebiet unterwegs sind, können Pfotenschuhe hilfreich sein um die Hundepfoten schützen. Ihr Hund sollte fit sein und auch längere Strecken problemlos laufen können, dafür können Training und Vorbereitung nötig sein. Falls Sie Zweifel haben, sollte vorab auch ruhig der Tierarzt hinzugezogen werden. Wenn Sie oft mit Ihrem Tier unterwegs sind, ist eine Haftpflicht für Hunde sinnvoll, da ein aufgeregtes Tier schnell jemanden verletzen oder etwas kaputt machen kann. Für solch einen Fall sollten Sie abgesichert sein, denn die Kosten trägt der Halter.

In Thüringen müssen Hundehalter eine Haftpflichtversicherung für den Hund abschließen. Eine Tierkrankenversicherung kann ebenfalls nützlich sein, da auf Wanderungen auch die Verletzungsgefahr steigt. Als zuverlässiger Anbieter für umfassende Tierversicherungen sei zum Beispiel Agila genannt. Gut vorbereitet kann es losgehen. Die Bindung zwischen Mensch und Tier wird auf gemeinsamen Wanderungen erheblich gestärkt und schöne Erlebnisse sind garantiert.

Informationen aus der Region, nicht nur für Altere: Banner

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